Entwicklungsvision 2021
Bösch kann sich zu einem führenden Standort für innovative KMU‘s im Bereich von Dienstleistungen, Gewerbe und Industrie entwickeln. Die Gesamtvision des Vereins Zukunft Bösch will aufzeigen, wie ein solcher Weg möglich ist. Die Gemeinde Hünenberg unterstützt diesen Weg. Dank ihr konnte der Verein diese Vision entwickeln.​​​​​​​
Kennwerte Bösch (gerundet)
- 300'000m2 Bauland (30ha) 
- 3'300 Arbeitsplätze
- 140 Eigentümer:innen
- 600 Firmen
- 2 Buslinien (48 und 51), stündlich 6 Busse nach Cham/Rotkreuz 
- 1'800 oberirdische Parkplätze

Entwicklungsschwerpunkte
Aus der Analyse des wirtschaftlichen Umfeldes lassen sich für die Entwicklung von Bösch folgende Schwerpunkte herausschälen: 
- Bösch ist smart – Effiziente Nutzung des Raumes, klimaschonend und hohe Lebensqualität
- Bösch ist aktiv – Vorbildliche Ansiedlung durch die Branchencluster Industrie, Gewerbe und Dienstleistung
- Bösch hat den besten Standort – Unterschiedliche Standorte, unterschiedliche Vorteile
- Bösch schafft Prototypen – zentraler Boulevard mit hoher Aufenthaltsqualität
- Bösch wächst – Modellhafte Erhöhung der Dichte
- Bösch ist selbstorganisiert und selbstfinanziert – Trägerschaft Bösch AG

Im Zentrum stehen folgende Ideen:
1. Boulevard mit Verkaufs-, Verpflegungs- und Meetingcontainer
2. Mobilitätshub
3. Ringstrasse mit guter Adressierung
4. Zentrum I, II und III für neues Arbeiten in Bösch
5. Campus Bösch als Dienstleistungs-, Entwicklung- und Forschungsschwerpunkt
6. Neues Tor
7. Baubestimmungen
8. Solarenergie
9. Rundweg und Naturerlebnis für alle

1. Boulevard mit Verkaufs-, Verpflegungs- und Meetingcontainer
Die zentrale Strasse wird in einen Boulevard mit hoher Aufenthaltsqualität transformiert. Die Firmen, welche an die Strasse anstossen, sorgen für attraktive Angebote und werden dafür mit Baumöglichkeiten für Container und Nebenbauten sowie Ersatzparkplätzen belohnt. Hier finden auch Veranstaltungen wie der «Sommergarten» und der «Winterzauber» statt. Der ganze Boulevard ist Zufussgehenden, Velos usw. sowie Bussen und Anrainern vorbehalten. Der Erschliessungsverkehr erfolgt über die Ringstrasse.
2. Mobilitätshub 
Es soll ein vielfältiges Angebot an Mobilität geschaffen werden. Von gemieteten E-Autos, Carsharing, e-Bikes bis hin zu gepoolten Firmen- und Besucher:innenparkplätzen wird hier die Mobilität angeboten, die von einem umweltorientierten Arbeitsstandort erwartet wird. Parkplätze von der Strasse können in einem Parkhaus zusammengefasst und Freiräume für die Umgebungsaufwertung geschaffen werden. Grossbatterien optimieren den Energieverbrauch der Solaranlagen und laden Elektrofahrzeuge. Dank einem autonom fahrenden Bus besteht ein direkten Zugang zum Campus Informatik und zum Bahnhof in Rotkreuz.
3. Ringstrasse mit guter Adressierung
Um eine gute Erreichbarkeit aller Bereiche zu erzielen, baut die Gemeinde die bestehende Ringstrasse aus. Die Vervollständigung der Ringstrasse führt zu einer verbesserten Übersichtlichkeit im Gebiet und zu einer besseren Adressbildung für die angeschlossenen Firmen. Sie wird die notwendigen Abmessungen für LKW, Zufussgehende und Parkierung aufweisen. Im gewerblichen Bereich werden bewirtschaftete LKW-Standplätze geschaffen.

4. Zentrum I, II und III für neues Arbeiten in Bösch
Es werden drei im Arbeitsgebiet «Bösch» verteilte Zentren mit Plätzen geschaffen, die zu Treffpunkten für die Unternehmen und ihre Beschäftigten werden. Sie werden visuell – durch drei Hochhäuser bestehend aus Lift, energieautarken Containern und Rutschbahn) – zu hervorstechenden Markenzeichen für das innovative, umweltgerechte, lebenswerte «Bösch» entwickelt. Bestandteile dieser an wichtigen Stellen angeordneten Zentren sind ein aktives KMU-Förderungsprogramm, ein digital ausgerichtetes Umfeld sowie Bildung, Sport, Freizeit und Versorgung.
5. Campus Bösch als Dienstleistungs-, Entwicklung- und Forschungsschwerpunkt
Zusammen mit der «International School of Zug and Luzern» verfolgt die Gemeinde Hünenberg den «Dienstleistungs- und Entwicklungs-Campus Bösch» – einen Schwerpunkt für Bildung, Forschung, Entwicklung und Unternehmertum. Hier wird gezeigt, welche Chancen bewusst gestaltete Nachbarschaften ermöglichen.
6. Neues Tor 
Durch den Bau einer LKW-Rampe um einen Teil der bestehenden Gewerbebauten herum können gleich mehrere Geschosse in der gleichen Liegenschaft gewerblich genutzt werden. Die Flächen mit direkter Zufahrt lassen sich nahezu verdoppeln und Abstellplätze für LKW's gemäss den Bedürfnissen des ansässigen Gewerbes werden geschaffen. Dem Gewerbe soll auch bei der geplanten Aufwertung Ausbaumöglichkeiten angeboten werden.
7. Baubestimmungen 
Die Baubestimmungen werden für die Anforderungen der Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbereiche optimiert.

8. Solarenergie 
Bösch ist auf Grund seines hohen Tagesverbrauch ein idealer Standort zur Nutzung von Solarenergie. Für die gemeinsame Solaranlagennutzung auf allen Dächern wird eine Infrastrukturgesellschaft gegründet. Für Heizen und Kühlen öffnet sich die Option zur Nutzung der Abwärme aus der Papierfabrik Perlen.
9. Rundweg und Naturerlebnis für alle
Ein neuer befestigter und barrierefreier Rundweg wird die Angebote des Eventlokals «Böschhof Kultursilo» mit dem neuen Boulevard, der «International School of Zug and Luzern» und den Sportstätten auf attraktive Weise verbinden.
Film zur Gesamtvision Bösch
Bericht zur Gesamtvision Bösch
Entwurf Entwicklungsvision 2020
Die Entwicklungsvision 2019 stellte die Basis für die weiteren Gespräche mit verschiedenen Eigentümern und Firmeninhabern. Die angepasste und verfeinerte Entwicklungsvision 2020 ist unter visionboesch.ch genauer erläutert und beschrieben. Auch bei der Entwicklungsvision 2020 handelt es sich um eine Vision, die noch nicht abschliessend mit allen Stakeholdern abgesprochen ist. Dennoch entschied der Vorstand gemeinsam mit der Gemeinde und KEEAS (Raumplanungsunternehmen) den aktuellen Stand der erarbeiteten Vision einem breiteren Publikum zur Mitwirkung und weiteren Verfeinerung zugänglich zu machen.
Verschiedene Stimmen zur Vision:
Entwurf Entwicklungsvision 2018
Seit 2009 bündeln die Gemeinden Cham, Hünenberg und Risch im Verein Wirtschaftsregion ZUGWEST ihre Kräfte und nutzen effizient Synergien für die gemeinsame Standortprofilierung und aktive Wirtschaftspflege. ZUGWEST setzt sich mitunter dafür ein, die Attraktivität der regionalen Wirtschaftsgebiete zu fördern und zu erhalten. In diesem Zusammenhang wurde mit der Firma KEEAS Zürich (keeas.ch) ein integratives Vorgehensmodell entwickelt, das unter Einbezug der im Gebiet ansässigen Firmen mögliche Entwicklungsperspektiven zur zukunfts- und marktfähigen Positionierung und Ausrichtung der Gebiete hervorbringt.
Das Vorgehensmodell wurde im Arbeitsgebiet Bösch-Rothus zum ersten Mal angewandt. Die von ZUGWEST in Auftrag gegebene Studie wurde vollumfänglich von der regionalen Wirtschaft finanziert. Die Ergebnisse der Studie dienen als Grundlage für die eigentümerseitige, eigenständige Weiterführung des Vorhabens. ZUGWEST unterstütz das Vorhaben, weil ein "starkes Arbeitsgebiet Bösch" für die gesamte Wirtschaftsregion von Bedeutung ist und die Erhaltung und der Ausbau von regionalen Arbeitsplätzen für alle drei Gemeinden zentral ist. 
Aus der Anwendung des besagten Modells ist am Beispiel Bösch-Rothus unter Einbezug interessierter Grundeigentümer und ansässiger Firmen die nachstehende Entwicklungsvision entstanden. Diese gibt eine Zielvorstellung für das Gebiet Bösch vor und beschreibt, welche Aspekte für die künftige Entwicklung wichtig sind und wie sich das Gebiet in Bezug auf die bauliche Substanz, die Atmosphäre, den Freiraum, das Image, die Nutzungen sowie die verkehrliche Situation verändern soll. 
Abbildung der Entwicklungsvision 2018 (KEEAS)
Identität und Zentrum
Das Arbeitsgebiet soll sowohl mit identitätsstiftenden Elementen als auch mit einem erkenn- und spürbaren Zentrum aufgewertet werden. Hierfür wir die zentrale Strassenführung Bösch mit einem Zeltdach überspannt; dadurch entsteht ein geschützter Aussenraum mit ganz besonderem Flair. Unter dem Dach kann ggf. noch angeliefert werden, für den Durchgangsverkehr von Fahrzeugen dient die Fläche künftig aber nicht mehr. Dadurch entsteht Platz für umgenutzte Schiffscontainer, die sowohl als Imbiss, Showroom, Co-Working Spaces, Sitzungszimmer, kleine Gewerbeeinheiten und ähnliches dienen. So wächst ein spannend durchmischtes Angebot, das den Zentrumsbereich belebt, dem Gebiet als Ganzes Identität und Wiedererkennungswert spendet und damit auch das Image des Arbeitsgebiets positiv prägt. Die Atmosphäre und die Aufenthaltsqualität werden damit verbessert und es entsteht der erste Bereich des neuen Zentrums. Bei diesem Ansatz ist die Tatsache wichtig, dass sich die Vision relativ schnell, einfach und kostengünstig umsetzen lässt und somit bald eine Veränderung sicht- und spürbar ist.
Mobilität
Im Gebiet werden zwei Punkte definiert, wo die Parkierung gesammelt wird und der Bus hält. Damit ist das Gebiet mit zwei Anlaufstellen für die täglichen Pendlerbedürfnisse ausgestattet, zudem sind so Besucherparkplätze klar ausgeschildert und einfach auffindbar. Im östlichen Mobilitätspunkt werden zusätzlich Sharing Angebote rund um die Mobilität konzentriert. Dabei handelt es sich beispielsweise um (Elektro-)Velos, Autos, Roller und Elektro Scooter, Für die Wege innerhalb des Arbeitsgebiets wird das Auto aufgrund dieser zeitsparenden und komfortablen Alternativen nicht mehr benötigt. Wer ohne eigenes Fahrzeug anreist, kann beispielsweise Auswärtstermine durch Car Sharing wahrnehmen. So können trotz einer künftigen Zunahme der Arbeitsplätze das Verkehrsaufkommen und die Abstellplätze im Rahmen gehalten werden.
Angebotscluster
Wo sich Mobilitäts- und Sharing Angebote sammeln und das Zeltdach beginnt, sollen sich auch weitere Angebote konzentrieren, um ein spürbares Zentrum zu bilden. Dabei handelt es sich neben der Mobilität um Angebote aus den Bereichen Verpflegung/Versorgung, Gastronomie/Hotellerie, Sport/Fitness/Wellness und weitere Dienstleistungen. Die Entwicklungsvision sieht dabei ein Fitnesscenter, ein kleines Lebensmittelgeschäft mit integrierter Poststelle und ein Businesshotel mit Restaurantbetrieb vor. Auf diese Weise können alle möglichen – das Arbeiten ergänzenden – Dienstleistungen und Güter des täglichen Bedarfs angeboten werden. So kann man beispielsweis über Mittag zum Sport oder mit dem Geschäftskunden vor Ort gut essen und am Abend noch das wichtigste Einkaufen. Für die Beschäftigten im Gebiet Bösch wertet dies den Arbeitsort zusätzlich auf.
Bauliche und freiräumliche Entwicklung
Durch die Konzentration der Parkierung können Erdgeschossflächen freigespielt werden. Sie sollen teilweise für die Ergänzung wirtschaftlich genutzter Erdgeschossflächen bebaut und teilweise im Sinne der Attraktivitätssteigerung zur Begrünung im Gebiet bepflanzt werden. Damit kann sich die Aufenthaltsqualität im Arbeitsgebiet wesentlich verbessern und ein Teil der vom Kanton in Aussicht gestellten Verdichtungsmöglichkeiten genutzt werden.
Eingangspunkte und Verkehrsregime
Die Eingangspunkte in das Arbeitsgebiet sind unter der Berücksichtigung der Verkehrssicherheit umzugestalten. Sie sollen sowohl übersichtlicher werden und gleichsam die Portalfunktion als Eingang in das Arbeitsgebiet stärker wahrnehmbar machen. Mit dem Zeltdach im Kern des Arbeitsgebiets fällt die darunter liegende Strasse für den regulären Verkehr weg. Trotzdem sind sämtliche bestehenden und neuen Bauten durch den Strassenring erschlossen. Dieser bleibt auch weiterhin in beide Richtungen befahrbar. Im Gebiet gibt es lediglich die Strassennamen Bösch und Rothusstrasse. Dies führt regelmässig zu Verwirrung bei der Adresssuche. Mit dem neuen Verkehrsregime soll auch die Adressierung übersichtlicher gestaltet und die Adressfindung vereinfacht werden. Heute fehlt im Süden noch ein Stück des Strassenrings. Eine zusätzliche Stichstrasse von Süden her ist fürdas Gebiet denkbar, für die Gesamtentwicklung allerdings nicht massgebend.

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